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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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DIE GEGNER

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um so mehr, als die Verehrung für den Bruder Hieronymus dieSchuld daran trug, daß die Almosen, die ehedem den anderenKlöstern zuflössen, nunmehr fast ausschließlich den Brüdern vonS. Marco zuteil wurden." Dazu kam, daß die jungen Männer, dieden Beruf zum Ordensleben in sich spürten, scharenweise S. Marcozuströmten; ging es so weiter, so mußten die Klöster der anderenOrden um ihren Nachwuchs ernstlich besorgt sein. Sogar der Neidum die geistigen Güter des Frate, seine höhere Begnadigung, Fröm-migkeit und Beredsamkeit spielte keine geringe Rolle; die inviden-tia fraternae gratiae ist ja das alte Standeslaster des Klerus 160 . Sokam es, daß die Welt- und Ordensgeistlichen meist die geschwo-renen Gegner des Frate waren.Es war", bemerkt ein Laie 170 ,eine seltsame Erscheinung, daß, während die Mehrzahl der Bür-gerschaft den Frate für einen Heiligen hielt, die Ordensleute fastalle schlecht von ihm dachten und übel von ihm sprachen." Sieversäumten keine Gelegenheit, mit der Feder wie im persönlichenVerkehre durch hämische Bemerkungen und boshafte Nadelstichesein Ansehen herabzusetzen, die Lauterkeit seiner Absichten undBestrebungen zu verdächtigen, in den Herzen der Gläubigen Zwei-fel und Argwohn zu säen und die Abneigung gegen ihn durch theo-logische Gründe zu vertiefen und zu vergiften 171 . Mit Vorliebespielten sie sich als die rechtgläubigen und streng kirchlichen aus,als die treu ergebenen Söhne des Heiligen Vaters, während sie denFrate als Ketzer und trotzigen Aufführer anschwärzten. Zur da-maligen Zeit gab es nun aber in Florenz 21 Mönchs- und 44 Non-nenklöster; die Zahl der Priester und Klosterleute betrug etwa5000, darunter 2000 Angehörige der Bettelorden 172 . Es wollte etwasheißen, beinahe die gesamte Klerisei gegen sich zu haben! Fastalle Prediger der Stadt donnerten wider ihn 173 .

An der Spitze der Orden, die gegen den Frate zu Felde zogen,marschierten die Do minika ner selbst. Die Lombarden konntenihm die Trennung ohnehin nicht vergessen und stellten ihm nach,wo sie nur konnten; auch die Konventualen von S. Maria Novellastanden ihm feindselig gegenüber! 171 Selbst Söhne von S. Marcofanden sich in den gegnerischen Reihen; gerade sie waren dieallergefährlichsten und gehässigsten, von ihnen ging der tödlicheStreich wider ihn aus. Zu seinen Hauptwidersachern zählten so-dann die Franziskaner, die alten Nebenbuhler der Dominikaner.Zwischen den Konventualen von Heiligkreuz und den Observanten

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