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1 (1924) Das Leben
Place and Date of Creation
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Q 6 RÜCKKEHR NACH FLORENZ

birgt." Aber es wird die Zeit kommen, da es heißen wird:Wenndu deinen Sohn liebst, so lasse ihn nicht Priester werden, denner wird sonst durch das Schwert enden." Sogar die Weihen werdeuja nun schon um Geld verliehen, und es gibt keine Gabe desHeiligen Geistes und keine Gnade, die nicht um Geld feilstünde.Wehe, ruft der Herr durch den Mund des Propheten auch überdie Reichen und Vornehmen aus, die das Volk bedrücken, dieArmen aussaugen und die öffentlichen Lasten willkürlich ver-teilen 87 . Wie viele Arme gibt es, wie viele Mädchen 68 die Bruder-schaft vom heiligen Martin 69 ist nicht mehr imstande, all dieserNot zu steuern! Darum gilt den Reichen das Wort des Herrn:,,Siehe, ich will Trübsal über diesen Ort bringen, nicht mehr Flo-renz soll er heißen, sondern Schmach und Blut." Und welcheGreuel verüben sie Tag und Nacht! Nicht mehr zu Mädchen nurschleichen sie, sogar verheiratete Männer frönen dem sodomitischenLaster und mißbrauchen ihre Lehrlinge und Laufburschen in ihrenWerkstätten. Viele verhöhnen und mißhandeln den ProphetenJeremias und werfen ihn in Fesseln, um ihm den Mund zu schlie-ßen; gleichwohl muß er reden, denn der Herr will es. So sprecheauch ich mit dem Propheten 70 :Du hast mich verführt, o Herr,und ich ließ mich verführen; du bist stärker als ich gewesen undüber mich Herr geworden. Zum Gespötte bin ich geworden denganzen Tag, alle verhöhnen mich. Denn schon geraume Zeit redeich, schreie über die Sünde und rufe Verwüstung aus, aber dasWort Gottes ist mir zur Schmach und zum Spott geworden denganzen Tag." Ich weiß, viele verlachen auch mich. Gleichwohlrufe ich Tag und Nacht:Du wirst dich erheben und dich Sionserbarmen 71 ." Betrachtet die alten Geschichten! Als Gott die Sünd-flut sandte, vertilgte er nicht das ganze Menschengeschlecht, son-dern errettete einige zu Stammvätern eines besseren Geschlechts;ebenso erwählte er den Adam, den David usw. So sondert sichder Herr auch jetzt aus seiner Kirche einige zu seinem besonderenDienste und zur Vollendung seines Werkes aus, die er nach demVorbilde des heutigen Sonntagsevangeliums von der Verklärungauf Tabor erleuchtet und instand setzt, nun auch die anderen zuerleuchten: Männer, die alles verleugnen, die ihr Leben für Chri-stus hingeben, keine Geschenke und keine Almosen annehmen,mit ihrem täglichen Unterhalte zufrieden sind, sich aufs ärmstekleiden, keine Schätze aufhäufen, keine großen Bauten errichten,