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Das Fest der Abgeordneten von Rheinland-Westphalen gehalten zu Köln am 18. und 19. Juli 1863 : vollständiger Festbericht
Entstehung
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30Nr. 2.Gott schütze das Vaterland.(Mel.: Im Kreise froher kluger Zecher.)Vorüber sind die Frühlingstage,Es ſchweigt die holde Nachtigall,Nun dröhnt nach rauhem DonnerschlageDas Thal im bangen WiederhallScheu wich der Tag dem WetterbrandGott schütze unser Vaterland!Froh ließen wir die Fahne wallen,Sie trug dasRecht im weißen Feld,In der Verfassung lichten HallenHat Männermuth es hoch gestellt!Der Flor umdunkelt ihr GewandGott schütze unser Vaterland!Wohl seufzt die Brust in tiefen KlagerZu dieser Zeit voll Weh' und NothIhr Brüder, laßt uns nicht verzagen,Es folgt der Nacht das Morgenroth!Fest halten am Gesetz wir StandGott schütze unser Vaterland.Es mag die Lüge lärmend siegen,Die Wahrheit trägt den StrahlenkranzWenn tausend Stimmen schüchtern schwiegen,Ständ' sie doch da im reinsten GlanzDer Heiligkeit ist sie verwandtGottschütze unser Vaterland!Wir müssen auf uns selbst vertrauen!Im Volke ruhen Geiſt und Kraft!Uns darf vor der Gefahr nicht grauen,Gedanken wirft man nicht in Haft!Die Willkür ſtets ihr Ende fandGott segne unser Vaterland!Ed. Schulte. von Hagen.Nr. 3.Nachruf an die Volksvertreter.(Weise: Sind wir vereint 2c.)Noch ist kein Fürst so hoch gefürstet.So auserwählt kein ird'scher Mann,Daß, wenn die Welt nach Freiheit dürstetEr ſie mit Freiheit tränken kann,Daß er allein in seinen HändenDen Reichthum alles Rechtes hältUm an die Völker auszuspendenSo viel, so wenig ihm gefällt.*) Auch diese zwei letzten Strophen waren auf Verlangen der Polizei=Behörde nicht abgedruckt.