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Die Westphalen in Lübeck
Entstehung
Seite
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91Ick sehe mine leuen Mitbroder, de ein part langeJar nor mi gewesen, ock ein part na mi in dat hilligePredig Amt gekamen, ock ſick ein part ein ehrlichsbefryet vnd geruet; dennoch werdt idt erer etlichenknap vnd kort genoch. Denn de in disen beschwerlichenTiden van 280 oder van 300 Mark schal Hußholden,Frouwen, Kinder vnd Gesinde dar van spisen, kledenvnd erholden, de sol nicht nele der uan upstekenkonen.My auerst hefft der güdige vnd gnedige Godtricklich, bauen alle Thouorsicht, gesegnet, des ick mysuluest vorwundere, weet nicht wor her, vnd kan demgnedigen barmhertzigen Godt, vor sine grote Gnade,Gude vnd Woldaet, de he an mi bewiset, nummer-mehr genochsam dancken.Doch sol dit nicht darhen gedudet oder vorstan-den werden, alß wolde ick my mines Herten Framicheitrömen, vnd sulcken gnedigen vnd milden Segen minerFramicheit, Werdicheit, vnd Vordenste, tho schriuen.Ick beckenne, befüffte, vnd beklage, mines Herten Vn-ardt, welckes leider, alse aller Vndogent geneget;Offt ick mi wol dorch Gottes Gnade vor der Werltvterlich fram vnd vnstrafflich geholden, bin ick dennochdermit vor Godt nicht fram oder rechtferdich, vndnicht ſiner Gnade vnd Segens, ſunder vele meer,wegen der angeborem Vnardt mines Hertens, finesTornes, Flockes vnd Vormaledyinge werdich. Der-haluen bekenne vnd rome ick didt alles, alß eine Gauevnd Gnaden Geschenke Gottes.Also gifft twar Godt der almechtige durch sinenSegen alle Dinck; doch gifft he durch Middel. Wil