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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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95Daß ihr mit leiser Hand in sanfter PflegeDem armen Kranken euer Mitleid schenktet!(Ein Diener kommt.)Piener.Herr Herzog, der Prinzessin Gnaden wünscht,Daß ihr nicht länger mehr im feuchten Garten— — wenn es euchEuch aussetzt der ErkältungGefällig ist, soll ich in's Schloß euch leiten.Herzog Johann Wilhelm.Zu sehr besorgt ist meine gute Schwester!Doch weiß ich ja, der Kranke muß gehorchen.So lebt denn wohl, Frau Herzogin! ich hoffeVon eurer Güte bald'ges Wiedersehn.(reicht der Herzogin die Hand zum Abschied.)Jacobe.Ade, mein lieber Freund! ich gehe betenund unsres Landes Wohl.Für euch und mich —(Herzog mit beiden Dienern ab.)Jacobe (vorübergehend).wolle Gott ihn heilen!Der arme Herzog!(Ab.)(Die Scene wandelt.)Fünfte Scene. Zimmer der Herzogin.(Der Abend dämmert, von der hohen Decke herab hängend, erhellteine Lampe das Gemach.)Jacobe (aus dem Garten kommend, nimmt die Rose des Herzogsvon der Brust und steckt sie in ein Krüglein auf dem Hausaltar-vor das Kruzifix.)