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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
94
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94Herzog Johann Wilhelm.O, käme bald die gute Zeit! wollt betenUm dieses Glück, das ich so lang ersehnt!Nehmt diese Rose als ein AngedenkenAn diesen Augenblick des Wiederseh'ns.JacobeSie soll ein theures Unterpfand mir sein,Daß ihr in Liebe meiner habt gedacht.(Sie steckt die Rose an die Brust.)Und dieses Buch, es ist die Odyssee,Nehmt freundlich an, als meine Gegengabe,Und wie der Duft mich labt, die holde SchönheitVon euerem Geschenk mir Freude macht:So mög' das Heldenlied Homers erzählenEuch von der Frauen Treue, von der Anmuth,Die rosengleich im Frauenleben blüht.Herzog Johann Wilhelm.Wie seid ihr gut! — o, laßt mich herzlich danken,Wie oft hat euch mein irrer Sinn betrübt!Könnt' ich doch einmalJacobeSprecht nicht so, mein FreundIm Ehestand ist gegenseitig helfen,Ist trösten, dulden, wohl die schönste PflichtVerzeiht, wenn ich gehindert und gereizt,Nicht immer sanft und schonend euch erschien.Herzog Johann Wilhelm (reicht ihr beide Hände).Beschämt mich nicht! — wie könnt' ich je vergessen,