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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
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84Mit einer Kirche, die auf ihrer FahneMit dem Gekreuzigten, das reine BildDer heil'gen Jungfrau trägt — als Jülich's FürstinSteh ich getreu zu ihr — ich werde siegenIn diesem heil'gen Zeichen! — doch gerecht auchWill ich den muth'gen Streitern sein, die kämpfenIn unser'm Land um des Gewissens FreiheitIst Aller Sehnsucht doch ein Friedensreich!Wyrich von Phaun.Erst nach dem Kampfe blüht der holde Friede,Und wenn es sein muß, rauscht das KriegspanierVoran den Schaaren, die um Recht und Licht,Ihr Blut vergießen an der Wahrheit Thron!Jacobe.Ach, Wahrheit!Wahrheit?Einzig nur imWortDes Weltenheilands hör' ich ihre StimmeUnd jede Confession blickt auf zu ihm!Doch nimmermehr will ich, daß meinetwegenDie Kriegesfackel blutig roth entbrennt;Daß sich die kaum gestillten, wilden GreuelDes „Bauernkriegs“ erneu'n, die „BilderstürmeDes Niederlands auch Düsseldorf durchrasenUnd wenn ich euren kühnen Rath befolgteMein edler Graf von Dhaun! dann käm' es so!Nein — lieber will ich als ein Opfer fallen,Kann ich versöhnen nicht Partheienhaß.Kanzler.Beruhigt euch, durchlaucht'ge Frau! noch stehenWir nicht im Kriege, diplomat'sche Lösung