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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
85
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85Wird friedlicher die große Frage schlichten,Womit so eben in entflammtem EiferDie beiden Herrn geängstet euer Herz.Jacobe.Nicht kann ich hoffen, daß auf diesem WegeGeendet wird der unheilvolle Streit,Und jedenfalls ist es um meine RuheUnd meine Ehre vor der Welt geschehn,Das seh' ich klar. — Wohin den Blick ich wende,Starr'n mir entgegen schwindelhohe KlippenAn denen rettungslos mein Herz zerschellt!Ihr seid entlassen, edle Herr'n! — vergessetIn dem Partheienkampf nicht, daß die UnschuldIn Gottes Gnade und GerechtigkeitDen Retter oder ihren Rächer findet!(Die Herzogin grüßt — ehrerbietig treten die Herren zurück,Jacobe verläßt mit Mathilde von Mexelrain undJunker von Hall den Saal durch die Thüre, woher sie eingetreten, die Herren gehen durch eine zweite Thüre ab.)(Die Scene verwandelt sich.)Zweite Scene. Zimmer im SchloßHofmarschall von Waldenfels und Doctor Solinnander.Hofmarschall von Waldenfels.Der Doctor Solinnander ließ sich meldenWär' doch der Grobian im Pfefferland!Denn leider ist mit solchem deutschen BärenKein feines Wort zu sprechen — seine ArtGleicht eines Stacheligels hartem Fell.Ich kann mir denken, was er will — mir ahntDaß ich in diesem Werkzeug mich vergriff!