83Den sicherlich zu eurem Besten nurDer Kanzler schnell ersann auf eure Klage;Denn wahrlich! uns're Herzogin vertheid'genWir mit dem letzten Tropfen Blut, wenn auchIm Augenblick, durch Kaiserlichen Willen,Das Richtschwerdt über ihrem Haupte schwebt.Graf von Nesselrode.Erlaubt mir, Hoheit! — stellet euch zu unsAls ächt Kathol'sche Fürstin — laßt die GegnerNicht stets an eurem Glauben zweifeln dürfen;Zeigt, daß ein fromm erglühtes Herz zur RückkehrIn uns'rer Kirche Mutterschooß euch führteUnd ihr sollt' sehnWyrich von Phaun.Nein! — stellet euch zu uns!habt nur den MuthDurchlaucht'ge Frau!vollendetDas Werk der Reformation im Lande,Das Herzog Wilhelm's Krankheit unterbrach.Das stolze Wort des Grafen NesselrodBricht meiner Vorsicht Schweigen, denn es giltDas Recht der neuen Lehre kühn zu wahren,Das uns zu Augsburg fürstlich festgestellt;Und wenn wir auch die Minderzahl — es sindViel edle Namen in dem Ritterstand,Der um der Wahrheit Fahne treu sich schaart.Jacobe.O, liebe Herren! ihr zerreißt mein Herz!Beim höchsten Gott! ich habe nicht gespielt
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