54Dechant.Bereit bin ich zu Eurer Hoheit Diensten.Jacobe.Und ihr, Herr Marschall, seid ein edler Mann,Ein Rechtsgelehrter, euren Schutz bedarfEin armes altes, hart verklagtes Weib,Das meine Hülfe flehend angerufen.Marschall von Neuschenberg.Sprecht, hohe Frau! ich stehe zu Befehl.Jacobe.So eben brachte meine KammerfrauMir die entsetzenvolle Nachricht, daßDie Mutter, hoch betagt, ehrbaren Wandels,Auf einer bösen Nachbarin und leiderAuch ihres schlechten Sohnes denunciren,Der Hexerei verklagt, gefangen schmachteWißt ihr von diesem fürchterlichen Fall?Dechant.Ja, gnäd'ge Fürstin! beide Kläger habenDie sehr betrübte Sache mir vertraut,Doch weil es nicht der Kirche Amt, zu richten:So hab' ich, wie es meine Pflicht gebot,Die Angeklagte an das Stadtgericht,Zu weiterem Vernehmen übergeben.JäcobeWas könnt' ihr thun in diesem Fall? Herr Marschall!
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