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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
55
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55Marschall von NeuschenbergAls Ständeglied und Jülich's Marschall, habeIch zu verhören nicht die arme Frau,Doch die Gerechtsame des StändegliedsLäßt sich erweitern auf der Fürstin HoheitAusdrücklichen BefehlJacobe.Ich dank' euch —Befehle, daß ihr gleich die AngeklagteAus ihrer Haft befreit und in das SchloßMit sicherem Geleite bringen laßt, ich willMit meiner fürstlichen Person sie schützenUnd dem Gericht zu dem Verhöre stehn.Marschall von Reuschenberg.Dazu hat kein Gericht Gewalt und Macht,Ihr seid des Landes Herrin, euer WortBegnadigt, wen es werth der Gnade hält;Mit Gut und Blut steh' ich zu diesem Recht.Jacobe.So eilt, Herr Marschall, eilt! eh' das GerichtDen Stab schon über eine Schuld gebrochen,Die Wahnsinn nur herauf beschwören konnte.Marschall von Reuschenberg.Ich gehe freudig, dem Befehl gehorsam.(Marschall von Reuschenberg ab.)Jacobe.Gewiß, Dechant, ist es euch lieb, daß ihr