53Was wie ein schrecklich Zerrbild mich geängstet!Was seit Jahrhunderten der Menschheit Schmach!(Sie zieht das Fräulein an's Herz.)Mathilde von Merelrain.Beruhigt euch, geliebtes Kind! das HerzSchlägt hörbar euch — die Wangen glüh'nUnd doch ist euch Besonnenheit sehr nöthigWenn ihr dem Wahn entreißen wollt das Opfer.Nicht nur die Frau, der Humanisten Zögling,Darf jetzt in euch den Fanatismus strafen:Ihr müßt als Fürstin eure GeistlichkeitUnd des Gerichtes Gründe sorgsam hörenWollt ihr der Unschuld euren Schutz verleih'n.Jacobe.Ich danke dir für deinen guten Rath;Doch flammend treibt es mich zur raschen That!(Läufer tritt ein.)häufer.Den Herrn Dechanten fand ich auf dem WegUnd auch der gnäd'geMarschall war im Schloß;Sie harren beide schon im Vorgemach.Jacobe.Führ' sie herein.(Läufer ab.(Dechant und Marschall Reuschenberg treten ein.)Jacobe.Seid mir gegrüßt ihr Herren!Ich hab' ein dringend Wort an den Dechanten.
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