51Oft unwirsch mit der alten Frau gewesen,Hat seinen Beicht'ger täglich aufgehetzt,Daß er die Mutter zu dem WiderufDer Ketzerlehren mög' bereden, undWeil standhaft sie beim neuen Glauben bliebTrotz meines kindlichen Gebets zu Gott,Um meiner armen Mutter SeelenrettungWar Fried' und Ruh entflohn aus ihrem Stübchen,Wo ich so oft in stillen FeierstundenAn ihrer Seite saß, wenn sie erzählte.Es zog ein böses Weib in's selbe Haus,Dem starb die Ziege und sein Kind ward krankUnd da verklagt die Vettel, die nichts thut,Als in die Kirche gehen und verlästern,Und deren Kinder auf dem faulen StrohSich wälzen, weil die Mutter nie daheim,Um draußen nur zu klatschen und zu kuppelnUnd dieses widerwärtige GeschöpfVerklagt die liebe, gute, alte FrauAls Ketzerin, als Hexe! — beim GerichtUnd Kurd — der Sohn — mein Bruder, leider Gottes!Ist mit im Bund — weil nur auf diesem WegeDer Mutter Seele er zu retten glaubt!Jacobe (die mit lebhafter Theilnahme zugehört.)Und das Gericht?Gertrude.Ach, das Gericht! — das will sieNach Cöln zum Hexenrichter senden, undVerloren dann ist meine arme Mutter!!Jacobe.Und der Dechant?
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