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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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40Mathilde von Meretrain.Reizt nicht die Schlange — scheuet nicht den UmwegSie könnte rücklings Schmerz und Tod euch bringen!Das Gute überwindet stets das Böse;Darum seid gut, wo man das Schlechte denkt.Jacobe.Ich weiß nicht, ob mich der Prinzessin KälteUnd Hinterlist mehr widert, als die Lüge,Mit der scheinheilig fromm, sie Gift und GalleAuf jedes frische Lebenszeichen geiferth hasse sie! — — Gott woll' es mir vergeben!Mathilde von Merelrain.Mir thut es weh, hör' ich euch maßlos zürnenBei einer Frau, die euch so nah gestelltAls Tochter dieses Hauses und als SchwesterDes Fürsten, den Gemahl und Herrn ihr nennt.Gerade durch das frömmelnde BenehmenIst sie dem Herzog lieb, der gut und fromm,Der priesterlich gewöhnt zum Gottesdienst,Euch gerne öfter in der Vesper säheUnd da ihr ohne Falsch — so seid auch klug;Um eurer Ruhe willen bitt' ich euch.Jacobe.„Wie Tauben ohne Falsch“ ist nicht mein Sinn,Aufrichtig bin ich, in der Wahrheit stolz,Am allerwenigsten soll Schlangen=KlugheitMich lehren im Gebet vor Gott zu knieen.Die vielen, langen Rosenkranz=Gebete,Wie sie der Fürst und die Prinzessin halten