37Die ernst Bedächt'ge meinen kecken SinnZur Ruhe und Besonnenheit gewarntIch hab' mich deiner Liebe stets erfreut!Und hier? — o, liebe Freundin bleib mir nahHier ist mir recht ein treues Herz von nöthen;Denn fremd erscheinet mir das eig'ne HausUnd was ich mir von Fürstengröße träumte;Von einem Weltbeherrschen und Beglückenbeim Erwachen ist's ein schweres Amt!Ach!Mathilde von Merelrain.Verzaget nicht, erhab'ne Frau! der HimmelHat frohen Muth und frische Kraft geselletDem leichten Sinn, der eurer Jugend Recht.Versenket nicht in die VergangenheitDie träumenden Gedanken allzu tief;Umspielt Erinnerung doch nur die Blüthen,Bewahret nicht das durchgelebte Leid!Doch in der Gegenwart muß man gerüstetZum Kampfe sein, die Pflicht, die jeder TagUns auferlegt und fordert, will GehorsamUnd frommer Kraft ist keine Pflicht zu schwer.Jacobe.Dein ernstes Wort soll meinen Muth erhöhen,Mathilde, wohl versteh' ich deinen Trost,Doch hättest du, wie ich, des Lebens Blüthe,Den schönsten Traum der Liebe hingegebenFür eines Fürstendaseins bittre FruchtEs würden dir auch die Gedanken oftZurück nach jener Heimathstelle ziehn.Wo Vögel sangen und die Sonne schien
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