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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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36Und Waldenfels muß seine Schülerin achten!Der Himmel ist mit uns — die Fürstin bietetSich selbst dem Henker dar und Johann WilhelmWird ferner sein Vertrau'n der Schwester schenkenJacobe soll an meine Rache denken!(Eilig ab.)(Der Schauplatz wechselt.)Dritte Scene. Zimmer der Herzogin Jacobe.(Die Herzogin und Fräulein von Mexelrain treten einMathilde nimmt der Herzogin den leichten Mantel ab,Jacobe streift die Handschuhe von den Händen und wirft sie mirascher Geberde auf den Tisch, sie läßt sich nieder.)Jacobe.Nun laß uns plaudern — sei mir gut, Mathilde!Mach dir's bequem — setz dich. — Der schöne GartenIst recht ein Segen! — unter seinen LindenSeh' ich so gern des Rheines Wogen nach,Und wenn des Schlosses Mauern mich bedrücken,In seiner Blumenwelt fühl ich mich froh;Der Lustgang hat mich wunderbar erfrischtMit dir, mein liebes Herz! bin ich daheim;Daheim?— — Gedenkst auch du noch jener Tage,Wo ich mit dir in Badens Paradies,Ein glücklich Kind, die Bergespfade ging?Wo deine Hand mich mütterlich geführt!Wo du den Wildfang liebevoll gezügelt?Daß ich ein Waisenkind — ich hab's vergessenIn deiner Liebe, deiner Treue Schutz.Am Hof in München bliebst du meine Traute,Die freundliche Gefährtin meiner Jugend;Wie oft mein Uebermuth dich auch betrübte,