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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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34Herzog Johann Wilhelm.So hab' ich auch gehofft, doch immer wiederFlieh'n die Gedanken mir zur stillen Zelle,Und glücklicher war ich im Dom zu XantenAls hier, wo Alles meinen Sinn verwirrt,Welch' eine Ruhe wohnt in jenen Hallen!Und wie beseligt schlug mein armes Herz,Wenn ich im brünstigen Gebete mich,Ein frommes Kind, in Gottes Armen fühlte!Ach, daß mein erstgebor'ner Bruder starb!Daß ich das weiße, priesterliche KleidMit einem Hermelin vertauschen mußte!O, bitte Gott mit mir um Manneskraft.Mir ist das Leben in der Welt so fremdIch muß so vieles Ungerechte sehnUnd bin zur Abwehr allzu weich und schwach.Des Vaters Krankheit und des Landes Noth,Sie ruhen schwer auf meiner armen SeeleEin Held nur kann auf einem Thron genügenUnd Heldenmuth nur kann Jacobe lieben!Prinzessin Sybilla.Sei gottgetrost! — Die Liebe macht zum SiegerIn jedem Streit, und des Gebetes SchwingenSie tragen höher als ein Heldenschwerdt.Herzog Johann Wilhelm.Ja, könnte recht Jacobe mit mir beten,Das machte fest, „Gott ist im Schwachen mächtigNun aber ist mein Herz wie eingeschnürtWenn sie zerstreut an meiner Seite knieetSie ist so stark und stolz — sie betet nicht!