33Du bist ein wenig bleich — ist dir nicht wohl?Bist du ermüdet? — ruhe still bei mirDu hast es oft und gern bei mir gethan!erzog Johann Wilhelm.Auch heute führet mich das Herz zu dirGeliebte Schwester! — sieh — du weißt es jaIch werde leicht verschüchtert durch den Lärm,Und immer noch muß ich es wieder lernen,Daß ich der Herzog und ein Ehmann bin.Prinzeſſin Sybilla. (tückiſch.)Das Letzte, sollt' ich denken, sei nicht schwerBei deiner reizenden Gemahlin, dieDurch Schönheit und Verstand vor Vielen glänzt.Herzog Johann Wilhelm.Wohl ist sie schön und auch so klug wie gut,Ich bin nicht werth solch' einer hohen FrauUnd komme mir ganz unbedeutend vor:Als Diener neben einer Königin.Sie weiß in allen Dingen gleich BescheidUnd geht voran, wo ich unschlüssig zaudre.Prinzessin Sybilla.Du bist bescheiden stets und ungerechtNur gegen dich und dein Verdienst, du hastIm Kloster Demuth nur geübt, wenn dieAdministration des Bisthums MünsterZum Dank und Ruhm dir auch gereicht.Jetzt sollstDu herrschen über Viele und da wirdJacobens Sicherheit dir hülfreich sein.
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