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David, ein Mann nach dem Herzen Gottes : eine biblische Studie
Entstehung
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30Man findet im Pentateuch auch den Tod des großen GesetzgebersMosis beschrieben, was vernünftige Menschen unter Berücksichtigung nochanderer Umstände zu der Annahme drängte, daß die Fünfbücher einen an-dern Verfasser als den vorgeblichen gehabt haben müßten. Aus ähnlichenUnwahrscheinlichkeitsgründen in Sprache, Chronologie u. s. w. kann Davidauch nicht der Urheber aller Psalmen gewesen sein, denn in manchen dieserLieder ist bereits der babilonischen Gefangenschaft gedacht. Wenn in an-deren von dem Könige, als von einer dritten Person, höchst rühmend ge-sprochen wird, wie dies etwa Speichellecker oder Schmarotzer zu thun pfle-gen, so können diese Lieder allenfalls zu solchen gehören, womit sich Davidanfangs bei Hofe Zutritt verschaffte. Suchen wir aber diejenigen Psalmenaus, welche David wohl mit Recht zugeschrieben werden, so bestätigt sichdie betrachtete Charakterrohheit seines prosaischen Lebens auch in der Poesie.Eine rachgierige Gluth haucht uns selbst aus den Gebeten des Mannesnach dem Herzen Gottes entgegen. Darum hat auch wohl der Jesuitis-mus die Psalmen als Mustergebete erklärt, weil sie wohl geeignet sind,den teuflischen Eifer frommer Mordsucht zu schüren und das viehische Ge-metzel, das entmenschte Fanatiker in einer Bartholomäusnacht vollführen,mit erbaulichem Brummbaß andachterregend zu begleiten. Wir werdenes in Nachstehendem beweisen!!!Gott stoße meine Feinde ohne alle Gnade hinunter. Ps. 56, 8..Ich will meine Feinde verfolgen, einholen und nicht ablassen, bisich sie vernichtet habe; sie sollen sterben unter meinen Füßen.Ps. 18, 38.Laß meine Feinde gerichtet werden von Schurken und partheiischenLeuten! Wenn mein Feind vor Gericht kommt, so möge er auch ver-urtheilt werden; sein Gebet selbst werde ihm zur Schuld angerechnet!Seiner Tage müssen nur noch wenige sein, und das Amt, so er be-kleidet, erhalte ein Anderer! Seine Kinder müssen Waisen und seinWeib eine Wittwe werden! Seine Kinder müssen umherirren und ausNoth ihr Brod betteln! Der Wucher möge das Besitzthum meinesFeindes ausſaugen und der Fremde die Frucht ſeiner Arbeit raubenUnd Niemand möge ihm Gutes thun und Keiner erbarme sich seinerWaiſen! Seine Nachkommen mögen ausgerottet und ſein Name imnächsten Glied vertilgt werden! Seiner Väter Missethat werde gedachtvor dem Herrn und nie ausgetilgt sei die Sünde seiner Mutteu. s. w. Ps. 109, 615.Sieht der Fromme die Rache, so freue er sich und bade seinePs. 58, 11.Füße im Blute!Wohl dem, der die jungen Heiden nimmt und sie am Felsen zer-Pf. 137, 9.schmettet.