265Gleich steht in neuer GloriaDie liebenswürd'ge Unschuld da!Mag nun der brave Mann sich auchDer Schande halber grämen,Bald weiß des Weibchens SprachgebrauchDen Thoren zu beschämen;Sein Ehrgefühl, sein freier SinnIst von dem Tag auf ewig hin!So wird des Mannes gutes HerzGemißbraucht und verrathen,So lohnet Kummer meist und SchmerzDie Ehstands=Kandidaten;Der kurzen Freude folgt zu baldDer bittern Reue Schreckgestalt!Und könnt Ihr auch Verschwendung nicht,Nicht modeſuͤcht'ges Treiben,Auch nicht verletzte Keuſchheits⸗PflichtZur Last dem Weibe schreiben,So giebt ſie Euch doch ganz gewißAuf andre Art ein Aergerniß!
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