250An G. Kreutzer.So laß denn einmal noch die Freunde Dich umringen,Nimm hin, Du Aller Freund! das letzte Lebewohl!Schon dröhnt die Erde dumpf auf Deinen Sarg und hohlHör ich den Widerhall zu meinen Ohren dringen.Dich, muntern Lebemann! Dich senken sie hinabTief in das schaurige, mit Nacht umhüllte Grab!Belebe, Phantasie! die Bilder frührer Jahre,Wo unter Lust und Scherz die schnelle Zeit entschwand;Ach! viel zu frühe oft trennt eine ScheidewandDer Freundschaft süßes Glück — die schwarze TodtenbahreKaum hat das arme Herz dem Bunde sich geweiht,So mahnt zum Abschied schon die finstre Ewigkeit!Dort hoff' ich einstens Dich, Verklärter! zu begrüßen,Dort in der besseren, Dir nun erschloßnen Welt;Dort brauchen wir kein Amt, kein Brodgeschäft noch Geld,Denn reichen Stroms wird dort umsonst der Nektar fließen!Schon lächelt Dir, mein Freund! das ew'ge Morgenroth,Dein Leiden ist verschmerzt, zu Ende Deine Noth!
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