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Gedichte
Entstehung
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222
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90.Fremd noch war der Tod in meinem Hause,Keines noch der Meinen ging zur Ruh,Da schloß plötzlich in der stillen KlauseEine Lebensthür das Schicksal zu!Wie das Wild im Walde ängstlich zittert,Wenn die mörderische Büchse knallt,Also ward auch heftig ich erschüttert,Als es meines Kindes Leben galt.Doch ob ich auch zittern mocht' und beben,Die verhaͤngnißvolle Stunde kam;Aufwärts flog der Geist zum besser'n Leben,Als die letzte Thräne Abschied nahm!Nicht zufrieden mit der reichen Beute,Brach der Räuber zweimal noch herein!Nichts, gar nichts bleibt in der Welt mir heute,Drum so laßt mich bei den Kindern sein!Hat man Euch, Ihr Armen! hier verborgen,Hier in dieses kalte, tiefe Grab?!O seid ruhig, Kinder! Eure SorgenSanken mit Euch in die Gruft hinab!