196Doch ihn, den Muthigen, kann nichts darnieder beugen,Er mag auf halbem Weg nicht wie ein Feiger fliehn,Auch wird die Rotte bald — so hofft er fest — als ZeugenDes herrlichsten Triumphs zu seinen Füßen knie'n!Bereit, um jeden Preis das mögliche zu wagen,Trotzt er mit List und Kraft dem meuterischen Schwarm,Da lähmt — der Sage nach — ein Ziel von nur drei Tagen,Des Volkes letzte Gunst! des braven Führers Arm.Und wenn in dieser Zeit kein Land noch zu ersehen,Dann sei nach Palos hin die Rückkehr fest bestimmt.Kolombus läßt gefaßt, was kommen soll, geschehen,Und tritt dem Entschluß bei, den seine Mannschaft nimmtUnunterbrochen nun, vom Abend bis zum Morgen,Das edle Herz versenkt in unnennbares Leid,Durchwacht der Admiral, bedrängt von tausend Sorgen,Die gar zu flüchtige, ihm anberaumte Zeit.Allein schon winken ihm des nahen Landes Zeichen,Gewißheit wird es nun, was erst nur Hoffen war,Er mag nicht ruhen mehr, er mag und will nicht weichenDenn deutlich stellt das Land sich seinem Geiste dar.
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