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Gedichte
Entstehung
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195
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195Leicht ausgerüstet nur mit schlechten offnen SchiffenNicht, wie es solchem Geist und solchem Plan gebührtVerkauft man sträflich ihn den Stürmen und den Riffen,Dem Opferlamme gleich, das man zur Schlachtbank führt.Da schwebt die Flotte hin auf blauen MeereswogenEs hüllt in Nebel bald um Palos sich das Land,Und als Gomeras Bild dem Auge kaum entzogen,Wird auch das Ruder starr dem Westen zugewandt.Um Mitternacht, wenn längst die Kampfgenossen schlafen,Wacht bei der Karte noch Neptunens edler Sohn,Da sieht sein trunkner Geist den fernen Friedenshafen,Und für erlitt'ne Schmach des Ruhmes reichsten Lohn!Dann steigt er auf's Verdeck, blickt sorgsam in die Ferne,Spricht dem Erbangenden, dem Zweifler tröstend zu,Sieht auf den Kompaß bald, bald wieder auf die Sterne,Und gönnt sich selber kaum die nöth'ge Schlafesruh.Manch Mondeshörnchen sinkt; es läßt kein Land sich sehen,Und immer weiter West dringt die Flottille vor,Dem leisen Ach! folgt bald ein offnes Widerstehen,Und immer lauter tönt's: Kolombus ist ein Thor!