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Gedichte
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192
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192Trotz der Gelehrten Fleiß und unverdroß'nem Spähn,Trotz allem, was die Welt zur Wahrheit konnte leiten:Die Allerklügsten selbst ob jenen neuen LandenSich in Unwissenheit, der tiefsten, noch befanden!Mit Angst und Schrecken nur und ehrfurchtsvollem StaunenSah damals alles hin auf diese weite Flut,Doch näher sie zu schaun, da fehlte es an Muth,Denn jeder fürchtete der falschen Tiefe Launen!Als schiene sie die Welt mit Räthseln zu umgeben,Die einem Chaos gleich der Lösung widerstreben!Eh' noch Kolombus war, erzählt von kühnen SchiffernScherif al Nedritschi, der Nubier genannt.Was von Geographie zu ihrer Zeit bekannt,Dies alles wußten sie bis auf die kleinsten Ziffern.Laß ihre Schilderung von den atlant'schen MeerenUns von dem Irrbegriff der Alten jetzt belehren:Es schließt der Ocean der Erde letzte Gränzen,Und alles hinter ihm ist öd und unbekannt;Niemals hat noch ein Schiff den Lauf dahin gewandt,Nie sah die Welt ein Licht durch dieses Dunkel glänzen!