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Gedichte
Entstehung
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135An Philomele.Welch' zauberische, melodienreiche Klänge,Welch' tiefempfundne, unnachahmliche Gesänge!Welch' Wechselchor! bald melancholisch klagend,Bald schmetternd an die Himmelswölbung schlagend!Bist Du's, geliebte, heiß ersehnte Philomele?O sei willkommen, traute Freundin meiner Seele!Sei mir gegrüßt, Du Sängerin, vor allenHier in des Haines dicht belaubten Hallen!Wer möcht' es wagen, um den Preis mit Dir zu ringen,Welch' andrer Sänger könnte solche Lieder singen?Du bist und bleibst die Königin der Wälder,Vor Dir verstummt der Meister selbst der Felder!Du unschuldvolles, reines Bild getreuer Liebe!Wie sanft melodisch klagest Du die süßen Triebe,Wie tröstest Du in schmelzenden Akkorden,Die Deinem Herzen theuer hier geworden!