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Gedichte
Entstehung
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153
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155So, in steter Frühlingspracht,Schwanden neun beglückte Jahre,Ach! da kam die Todtenbahre,Und mein Glück versank in Nacht!Was mein Streben auch erwarb,Was von Schätzen uns mocht' werden;Unser höchstes Gut auf Erden,Unser theurer Ludwig starb!Kaum hat ihn der GrabesschooßUnserm Thränenblick entzogen,Stürzen auch sofort die WogenNeuen Unheils auf uns los!Eines falschen Freundes WortDen ich oft bei mir gebettet,Oft aus tiefer Schuld errettetRiß mich ins Gefängniß fort!Hier im Kerker, fast wie todt,Wird mir einst zur nächt'gen StundeDie erschütternd bittre Kunde:Meine Gattin leide Noth!7