155Der Genius der Zeit.Es lebet und webet auf Erden ein Held,Der stirbt nicht und kann nicht verderben,Er herrschet, ein Fürst aller Fürsten der Welt,Und hat doch kein Reich, keine Erben.Er wandert in Städten und Dörfern herumEr stürzet die Throne der Könige um,Er lenket des Menschen GedankenUnd trotzt allen Fesseln und Schranken!Sein Alter ist niemand auf Erden bewußt,Auch niemand, von wannen er kommen,Doch hat wohl ein jeder in fühlender BrustSchon öfters sein Wehen vernommen;Und wer, sie zu hören, der Stimme versagt,Und wer ihr zu trotzen im Uebermuth wagt,Der wird in dem Strome der ZeitenDen Abgrund sich selber bereiten!
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten