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Gedichte
Entstehung
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127
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127Der Mittelstand.Glücksel'ger Stand, vor allen zu beneiden,Wie sorgenfrei bist Du, wie reich an Freuden,Und wie so thöricht ist, der sich von Dir mag trennenUnd Deinen Werth verkennen!Bei Dir allein, bei Dir wohnt Ruh und Frieden,Dir Mittelstand allein ist wahres Glück beschieden,Drum soll auch rauschend jetzt die Leier Dir erklingenUnd Deinen Ruhm beſingen!Wie ruht so sanft, von Lebenskraft durchdrungen,Wenn unter Müh und Schweiß das Tagewerk gelungen,Der schlichte Bürgersmann, der seines Standes PflichtenGetreu ſucht zu verrichten.Der Landmann auch, der fleiß'ge Hand muß regen,Wie lohnt Geſundheit ihm auf ſeinen rauhen Wegen,Wie zieht er fröhlich aus auf's Feld am frühen MorgenUnd läßt den Himmel sorgen.