125Jetzt gießet der Regen, jetzt strömet die FlutHerab auf die dürstende Erde,Und deutlich ertönt's aus der zuckenden Glut:Komm, Frühling! erstehe und werde!Jetzt braust es vorüber, das grausende Bild,Es lagert die Ruhe sich auf das Gefild,Und wieder aus endloser FerneErglänzen die tröstenden Sterne.Du hast uns zwar öfters, Du Wonne der Flur!Zum Voraus Dein Nahen verkündet,Und dennoch, verwischend die duftige Spur,Dem Winter auf's neu Dich verbündet;Du sandtest zwar öfters die Boten voraus,Doch bliebest Du selber sehr lange noch aus,Und ließest, zum Trost für Dein Zaudern,Noch lange vor Kälte uns schaudern!Drum wollen wir warten, bis daß Du erscheinst,Bis daß wir untrüglich es sehen,Daß Du mit dem Bleiben es ernstlich vermeinst,Und nicht mehr von dannen wirst gehen.
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