122Winters⸗Sehnen.Komm Winter! komm, wo weilest Du so lange,Komm, rauher Nord! und kühle mir die Wange,Komm Blütenduft! komm, senke Dich hernieder,O Winter! kehre wieder.Bedecke Dich, o Teich! mit blankem Eise,Sieh wie auf Dir, in immer neuem Gleise,Im Flug dahin der Jugend PrachtgestaltenDer Glieder Kraft entfalten.Und Du, mein Rhein! Du schleichst ja doch so träge,Als ob der Fluch der Dürre auf Dir läge;Weit besser wär's, wenn Deine grünen FlutenNun bald in Frieden ruhten.O welche Lust! alsdann auf flücht'gen FüßenPfeilſchnellen Laufs die Rebenhuͤgel grüͤßen,Beim Becherklang den Vater Bachus preisenUnd wieder heim zu reisen.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten