72Jetzt ist's vorbei; das Schauspiel geht zu Ende,Der Lichter Glanz erlischt, die ew'ge Nacht bricht an!Es faltet still der müde Greis die Hände,Und blickt noch einmal hin auf die vollbrachte Bahn.Was war es nun, was ist das Erdenleben?Ein Flügelschlag der Zeit, ein stetes Wechselspiel!Den Namen Traum wollt Ihr dem Dinge geben?Ihr blöden Thoren! Ihr, zu wenig ist's, zu viel!Zwar flohen sie, dem Traume zu vergleichen,Mit Blitzesschnelligkeit die Freuden all dahin,Doch ach! der Schmerz, die Sorge schien zu schleichen,Als lagerte der Fluch der Ewigkeit darin!Die Kinderzeit — der bunte Farbenbogen,Der weit in's Dunkel hin erglänzende DemantEin böser Geist hat mich darum betrogen,Das Himmelreich war mein, ich hab es nicht erkannt!Und was seitdem vom Jüngling bis zum GreiseMein langer Lebenslauf erfahren und gesehn,Das läßt auch mich den Unwerth dieser Reise,Nun sie zurückgelegt, erkennen und gestehn!
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