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Gedichte
Entstehung
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64„Die Anker aus!“ ertönt des Führers StimmeEs wächst die Kraft mit der Verzweiflung Grimme,Doch kaum hat sich der Zahn, der spitz'ge, eingebissen,Hat auch das wilde Roß die Kette schon zerrissen.Den andern nun mit starken Kabeltauen,Eilt man sofort, dem Meere zu vertrauen,Doch er muß endlich auch dem Wogendrange weichen,Und hoffnungslos mit ihm der letzte Stern erbleichen!Auf's neue nun, entfesselt seiner Bande,Treibt schnell das Wrack, das schaukelnde, zum Lande,Und wie noch immer gleich die wüth'gen Winde wehen,So scheint's unmöglich auch, dem Tode zu entgehen!Schon naht es sich, schon drohen Felsenriffe,Schon starren dort zwei andre Unglücksschiffe,Und schon dringt das Geschrei zerreißend in die Ohren:„Bereitet Euch zu Gott! das Fahrzeug geht verloren!Doch plötzlich nun — nach allen diesen LaunenDes Mißgeschick's, wer fasset unser Staunen?Schweigt des Orkanes Wuth; zwar hebt sich noch die Welle,Allein das Schiff bleibt stets fast auf derselben Stelle.