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Gedichte
Entstehung
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65Da braus't er an, der lang ersehnte Retter,Da bricht es los, das unheilschwangre Wetter,Und alle Furien, die noch vor kurzem schliefen,Sie eilen grinsend jetzt hervor aus ihren Tiefen!Es schäumt das Meer, es wölben sich im BogenHoch über's Schiff die wild erzürnten Wogen,Und in dem Abgrund bald, bald wieder auf den Höhen,Ist wie ein leichter Ball das Fahrzeug hier zu sehen.Ein Augenblick — zerrissen sind die Segel,Gelöst das Band, gesprengt des Laufes Regel,Es schlagen donnergleich die Reste an die Stengen,Und immer schrecklicher entbrennt des Sturmes Drängen.Kaum kann der Fuß, der schwache, sich noch halten!Ringsum der Tod in scheußlichen Gestalten,Und über'm Haupte dicht ein Heulen in den Wänden,Als wollt' die Hölle selbst den Untergang vollenden!Es wogt das Schiff, es treibt das sonst so stolzeBerg auf und ab, gleich willenlosem Holze,Und um die Grauen noch der Gegenwart zu mehren,Stürzt auch der große Mast jetzt krachend auf die Wehren!