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Gedichte
Entstehung
Seite
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59Alles seinem Freunde sagen,Ist des Freundes höchste Lust,Alle Freuden, alle KlagenSchüttet er in Freundesbrust.Nichts darf mir ein Freund verhehlen,Der sich redlich an mich schließt;Wenn des Freundes Zähre fließt,Fühlt er an des Freundes HerzLinderung für seinen Schmerz!Hab und Gut und Blut und Leben,Alles, was er hier besitzt,Muß der Freund dem Freunde geben,Wenn es dessen Wohlfahrt nützt.Nichts ist ihm für ihn zu theuer;Keine Freude lacht ihn an,Wenn sie der nicht theilen kann,Den des Schöpfers VaterhandDurch die Freundschaft ihm verband.Freundschaft! holde, was ist LiebeGegen Dich, Du Himmelskind