Druckschrift 
Gedichte
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22Das neue Jahr.Die die Zeiten sich einander morden!Wie es plötzlich nun ist alt geworden,Was seit Jahresfrist das neue war.Ja, was gestern noch ward neu gefunden,Gültig noch und neu vor wen'gen Stunden,Stellt sich jetzt schon als veraltet dar.Viele zwar der Tage sind im Jahre,Mehr noch der Minuten leichte Waare,Aber diese ist doch nur Moment.Die Minuten schwellen an zu Horen,Eh Ihr's denket, ist der Tag geboren,Und das Jahr auch, eh Ihr's denkt, zu End!Mächtig stürzt in's Meer der EwigkeitenSeinen Fluthendrang der Strom der Zeiten,Selbst die Gottheit wälzt ihn nicht zurück!Wie die Wogen mit einander minnen,Bis im Ozeane sie zerrinnen,Also stirbt auch tändelnd unser Glück!