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Gedichte
Entstehung
Seite
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47O Winter! wie bringst Du des Kummers so viel,Wie füllst Du die Seele mit Schmerzen,Wie kalt ist dein Odem, wie grausam dein SpielIm Kreise sich liebender Herzen.Du bettest, Verräther! gefühllos und rohDie Mutter und Kinder auf dürftiges Stroh,Und ehe die Sterne erbleichen,Erstarren die Schläfer zu Leichen!Der blühende Jüngling mit rosigem Mund,Wie eilt er, die Lust zu genießenDa öffnet sich plötzlich der lockende Schlund,Und läßt in der Tiefe ihn büßen!Wenn freundlich uns lächelnd der Lenz dann erwacht,Wird wieder zu Tage der Jüngling gebracht,Doch ach! statt der rosigen LippeEnthüllt sich ein scheußlich Gerippe!So rauschet des Lebens Entzücken und LeidIn luftigen Bildern vorüber,So wandelt beharrlich im Wechsel der ZeitDer Winter zum Sommer hinüber.