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1 (1892) Texte
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XXX
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XXX VORBEDE ZUIt ZWEITEN AUSGABE

führten Xant. gl. aitch für verdoppeltes k gebraucht wurde, beweisenüurechio und bechin oben s. ix. xv. aber im 1s. wird auch die untrenn-bare partikel gi- regelmäfsig chi- geschrieben, und wenn auch nichtganz mit gleicher consequenz glii, glie statt gi, ge. dies findet sich axtchin den Murbacher Junischen gl. A häufiger {Germ. 1, 470; vgl. Wein-hold s. ISO), in C nur 236 huorighiu, im Weifsenburger catech. 38eittarghebon. der Übersetzer des Is. kann nur die absieht gehabt haben,damit die ausspräche des g vor i und e als j zu verhüten, sei es weiler die neigung dazu verbreitet fand (vgl. Trierer urk. von 1248 pleiere,arie list, bit ingesiele besielcn, des daes vor senle Kimeyes daye) oderweil ihn die rücksicht auf das angelsächsische leitete, in den Xantenergl. wird in diesem fall für ge-, das gleiclnvohl das gewöhnliche bleibt,oft ke geschrieben: 92. 94 kyrtaz kyrrit für geirlaz geirril, 124 kib,180 keuuerdodon, kekaufton, 184 kesach, 18991 kenötton, kibillon,209 keseifat, 212 kestediden, 248 kesuäsan. und dies wird ebensozu erklären sein und nicht etwa aus dem einßuss der oberdeutschenvoi'lage, die sich sonst durch k für g in den Mainzer gl. nirgend, inden Xanlener kaum bemerklich macht, oben s. xvm. hienach könnte manauch die anfzeichnung der Samariterin (s. 295 f.) für rein fränkischhalten, zumal da die flexionen in a statt e, wie das Ludwigslied, dieFuldaer beichte, die Merseburger segen IV, 1. 2 und das fragment derinterlinearversion s. 273 beweisen, dem fränkischen nicht fremd waren.xxvi da sich jedoch durchaus keine spur rheinfränkischer lautbezeichming zeigt,vielmehr nur eine stärkere Hinneigung zum oberdeutschen, so würde mandie aufzeichnung immer eher nach Ostfranken, als nach Lorsch, woherdie hs. stammt, setzen müssen, s. jetzt den excurs zu X.

Zu diesen beobachtungen wird sich noch einiges nachtragen und dasbild der karlingischen hofsprache vervollständigen lassen, wenn erst einewohl geordnete und gesichtete samlung der kaiserurkunden, wie sie Sickelsacta Karolinorum 1867 vorbereitet haben, vorliegt, wie oft sie auch dieweslfränkisch-ronxanische Orthographie entstellt, bei aller vielgestaltigkeit,in der die spräche der zeit uns entgegentritt, bleibt doch ein gemeinsamergrundlypus sichtbar und der anfang einer einheitlichen entwicklung wargegeben, wir sahen s. ix /'., dass schon im X jh. am hofe der sächsischenkaiscr das hochdeutsche seine herschaft in Niederdeutschland, begann, zu-gleich konnte die einxoirkung des fränkischen auf die oberdeutschen mund-arten nicht ausbleiben, von der härte und Starrheit des consonanlismus,der in den altern sangallischen denkmälern herseht, entfernt sich dennauch Notkers spräche betrachtlich, die weichen mediae b und g sindzu bestimmter geltung gelangt und bilden wie im fränkischen die regel,die nur nach einem besonderen kanon eine einschränkung erleidet, aufser-dem aber ist auch das ua gänzlich dem uo gewichen.

Im elften Jahrhundert unter den fränkischen kaisern musten danndie mittleren dialekte ihre bisherige hervorragende Stellung behaupten,um dies für die ganze zeit zu belegen und die entwicklung überall voll-ständig zu verfolgen, gebricht es freilich an material. aber Willirams