VORREDE ZUR ZWEITEN AUSGABE ■ XXVH
Speiergau. aber auch im Elsass tritt, wie Weinhold {ahm. gramra. s. 142.143) nachwies, das d für t stark hervor, ob auch so?ist in Alemannien,möchte ich nicht aus vereinzelten fällen, noch auch aus der SBlasier hs.des summarium Heinrici im anhang zu Gerberts iter alemannicum 1765s. 15 — 108 ( Weinhold s. 141) schließen, 'nur dass auch in den Kero-nischen glossen das d für t verhältnismäßig oft vorkommt, scheint dieschon vorhin s. xx erwähnte Vermutung ihrer elsässischen Herkunft zuunterstützen, eine anzahl belege gibt Wein hold s. 141. 143—146; selbstdie lul, l'd und andre ungewöhnliche Verbindungen fehlen nicht: 38 rehd,41 krefdi. mahdic, 60 munisdiures, 63 kinötda, 68. 171 Irßhdic, 69mahdicllh, 72 uokisazdiu, 76 kirehd, 79 C'luli. folehdic, 84 unsemldi,87 ehdic, 121 unrehcd, 131 zuhdid, 132 suhdlge. kidursdlihho, 147khacrefdtc, 148 thurfdic, 155 samanhafdic, 159 unmahdic usw. vgl.SBlas. gl. 22 afdero, 27 ösderdeil, 46 lisda. afdirherme. hieran schliefstsich nun der Weifsenburger catechismus an, den wir auch wegen desSchwankens zwischen ua und uo nicht zu den rheinfränkischen denk-malern zählen konnten, wir sahen s. xx, dass er in hinsieht der dental-aspirala ungefähr ebenso sich verhält wie die Keron. glossen. derselbefall tritt bei der media ein: die tenuis überwiegt bei weitem und herschtim auslaul schon ausschließlich, während die glossen hier auch noch diemedia zulassen, .aber wie in den glossen erscheint neben der tenuis nochdie alte media nicht nur im anlaut, sondern auch im inlaut, im ganzen xxmgegen 30 mal, das fast constante endi (20. 25 indi) ungerechnet, wäh-rend die olfridische reget im anlaut die media, im inlaut die tenuis ver-langte, in den Weifsenburger Urkunden aber schwankt die bezeichnungsowohl im inlaut s. xvif, als im anlaut (Zeuß s. 365 Talastat Taugen-haim Turestodolus, s. 386 /". Tagabodus Truogo Tuto), selbst in einigenfällen bei Otfrid, in den ältesten hss. zb. bei tot und döt, töd und död(Graff 5, 341 ff. Kelle s. 492/'.); und uo fanden wir s. xvi neben ua.das wahrscheinlichste ist daher, dass der catechismus einmal in Weißen-burg selbst geschrieben ist, zu einer zeit, als sich hier noch nicht diespätere, olfridische Orthographie festgestellt hatte.
Dass nun die karlingische hofspracbe rheinfränkisch und nicht etwaniederfränkisch war, stellen die eide, von Nithard dein söhne Angilbertsund tochterkind Karls des großen aufgezeichnet, und das Ludwigsliedaußer zweifei. namen in Nilhards Historien führen auf dieselbe denlal-scala, die in den eiden vorliegt: nur in Teodericus 1, 2. 2, 3, Teotbald
2, 5, teudisca lingua 3, 5 (LXVI1, 3. 4. 14. 27), Teotonis uilla 4, 24ist mißbräuchlich die tenuis für die aspirata tli im anlaut gesetzt; sonstvergleiche man Lodhuwicus, Nordhunwig 4, 3, Madhelgaudus 4, 5,Adhelbertus Adhelardus 2, 9. 3, 2. 3, (Adelgarius Adelhardus 2, 2. 3.
3, 4,) edhilingi 4, 2; Drögo 1, 2. 8. 2, 10, Uodo 1, 5. 4, 6; Gözhelm1, 5, lazzi 4, 2. sehr wohl reihen sich daran auch die monats- undwindnamen Karls des großen an, wie Einhard sie aufgezeichnet, nurdass bei ihm wie beim Ludwigsliede (s. xxn) eine starke annäherungans hochfränkische zuzugeben ist. ganz hochfränkisch bis auf ein alter-