XXfV VOIUtF.DK zur zweiten ausgade
noch einzelne ö. niemals aber ua erscheint, und diese consequenz desuo nicht dem ö, wohl aber dem ua gegenüber ist allen denkmalern undübrigen Zeugnissen von dem gebiet um Mainz abwärts durch das nieder-fränkische bis zum reinniederdeutschen des Heland Cotton., der psalmenund der bruchstücke des psalmencommentars LXXI so sehr eigen, dassdarin ein unterscheidendes merkmal für sie gegen Süden hin liegt; wäh-rend ia weiter reicht als ua und neben io und in sich ivie uo bis insaltsächsische hinzieht, das geduan des capitulares z. 15 entspricht demalts. duan giduan und ist ebenso zu beurteilen, dh. es ist hier, wie ähn-lich in gedue z. 12. 16, das zweite dement des diphthongs dem vocalder infinitivendung gewichen, die ua aber in den aus altsächsischen undalthochdeutschen bestandteilen zusammengesetzten glossen von SPeter undS Gallen in Graffs Diutiska 2, 168—188 können nicht in betracht kom-men, und ebensowenig das ganz vereinzelte stual im Ludwigsliede v. 6.daher kann iveder der Weifsenburger catechismus, wo 18 ua auf 4 uokommen, noch die Reichenauer beichte (LXXV), wo allein ua 4. 6. 11.xx 23 vorkommt, in den kreis des rheinfränkischen gehören, obgleich imconsonantismus des catechismus manches, der beichte alles dafür zusprechen scheint.
Das Verhältnis der dentalen gibt wieder die richtschnur zur bestim-mung des dialekls. zunächst behauptet sich im rheinfränkischen die alteaspirata nicht nur im anlaut, wie im fränkischen überhaupt, sondernauch im inlaut und auslaut, wiewohl hier Schwankungen eintreten, außer-halb des fränkischen sehen wir sie als dli und 1h neben häufigem d nochoft im an- und inlaut, kaum noch im auslaut erhalten in den sogenann-ten Keronischen glossen; aber in den Reichenauer (Diutiska 1, 491 bis533) ist sie schon im verschwinden begriffen: th fehlt ganz und dherscheint noch etwa zwölf bis fünfzehn mal im anlaut weniger bestimmterWörter, im inlaut (506 a ) nur zweimal, auch sonst erscheint sie in ale-mannischen quellen nur vereinzelt, Graff 5, v f. Weinhold ahm. gramm.s. 134. 139 (wo die meisten beispiele nur die schreiberunarl th für tim auslaut zu setzen belegen). 142. 144. 146; vgl. LV1I, 1 thü, 2 pröth,10 dhana, 11 kemeinitha. auch der baiuvarische Schreiber der fragm.theot. lief's bei der Umschrift seiner fränkischen vorläge nur einzelneaspiraten der media gegenüber bestehen, ungefähr wie in den Keroni-schen glossen, für deren elsässische herkunft manches spricht, findet manin den zur litteratur des Is. gehörenden Murbacher gl. Jun. A C (Germ.1, 469 f.) noch dh und tli im an- und inlaut, seltener in B (Nyerup s. 208dhicket, 221 arpaldhenti, 222 framdhit, 230 thonarönt), in C auch imauslaut: 236 northuuint, 239 tötli, 240 fellh, 241 uuarlh (2mal), stath,242 i'eruuarlh, 245 litb, 246 chinth, 248. 252 uueslölh, 252 magath-heid, aber durchaus als regel an den beiden ersten stellen aufser demauslaut im Weifsenburger catechismus (s. 517), und überall steht dieaspirata im Is., nur im in- und auslaut durch d eingeschränkt, IIolz-mann s. 117—120. sie wird hier ausschliefslich durch dh bezeichnet,eine anflösung des ags. d, das aufser den ersten fünf versen des Hilde-brandsliedes noch in dem zweiten halbangelsächsischen reeept LXII, 2