XXII VORREDE ZUR ZWEITEN AUSGARE
dement schon stärker hervor als in der angrenzenden südlicheren mund-art, in athe statt ode, vane, sälichedi, himo für iino udgl. (gesät 6 istnach alter syncope sogar mhd. alemannisch) und besonders in der her-schaft des v für inlautendes b und dem eintreten des lit für i't (uuizze-talit 6. 27, ahter 27), was alles in der Urkunde von 1248 wiederkehrt:van sal wale, en, hü, her hit himo hin hiren, banderhalf greuo seine,gestillt, daneben ist der einßuss des strenghochdeutschen zu bemerken,in getan 14, gequetan 15 und in t im auslant für d. einmal 25 wirdsogar thaz geschrieben, wie in alten Trierer und Prümer Urkunden inBeyers urkundenbuch der mittelrheinischen terrilorien immer z für t er-scheint: 58 a. 826 Enza (59 a. 831 Uuolfgöz Thiatgöz Zciza), 80 c. 850Dieküz d. i. der erzbischof Thietgaudus, 83 a. 853 Reginwjz usw. lägeuns eine ältere aufzeichnung des capitulares vor, würde sich auch wohleiniges noch anders stellen, die psalmen 1—3 (Heyne kleinere altnieder-deutsche denkmähr 1867 s. 2—4) zeigen zwar nicht, wie der heraus-xyiii geber s. vn behauptet, 'genau dieselbe mundart wie das capilulare', abergehören doch wohl einer benachbarten an, die nur in hinsieht der labia-len und gutturalen (unten s. xxiv) entschiedener auf dem Standpunkt desniederdeutschen stand, in den dentalen (ps. 1, 1 saz, 4 that, 6 nueiz,2, 1 uuat, 9 vaz, 12 that; 1, 3. 2, 6 gesazt), dem v für b, ian, himoua. stimmen sie mit dem capitulare überein; statt ht haben sie um-gekehrt l't, 1, 1 suft, 3, 1. 3 druftin. eine andere probe einer solchenÜbergangsmundart haben wir an den Xantener glossen in Mones quellenund forschungen 1, 2, 274—280. sie haben nicht nur 72 thid ivie daslied de Heinrico (oben s. ix), 113. 170 that thad, 157 saltfat, sondernsogar t im anlaut 49 toi, 65 tergät, ivas auf einen niederdeutschenSchreiber zu deuten scheint, daneben aber sonst immer z im anlaut wieim auslaut 98 ez, 123 scaz, 193 laz, 218 uaz, auch hochdeutsches t fürd im anlaut 61 taskun, 69 tuldetagen, 82 teig, 98 truhtln, 216 ge-truchitan, 221 touuita, sogar p für b 166 puton, 188 houbitpant, 200pi, neben k für g 186 coteppln lachen, für dies schwanken könnteman sich zum teil auf das Hildebrandslied (s. ix) berufen oder die Frank-furter gl. 10 piheröt, 85 gepiugit, 142 pil'olahanunga, es ist aber auchdie vorläge in anschlug zu bringen, aus der die Xantener zugleich mitden Mainzer glossen bei Graff Diutiska 2, 282—287 stammen, und vonder beide nur einen auszug geben: auch die Mainzer haben 282 b petti-rison, 283 b prust. ein von Jaffe 1865 in Hamburg gefundenes blatteiner evangelienhs. (Mallh. 17, 10—26) des ITLjh. ergab einen Überresteiner hochfränkischen, ohne zwei fei fuldischen aufzeichnung derselbenglosse, die Graff und Mono in der Mainzer und der Xantener evange-lienhs. fanden, ss. 13, 192. die Xantener hs. befindet sich vermutlichjetzt in Brüssel, vgl. zu L. jene aber sind wohl nicht in Xanten, wenig-stens nicht in der dortigen mundart aufgezeichnet, auch nicht in derMoselgegend, sondern eher westlich diesseit des Rheins, wo ein ähnlicherhalbschlächtiger dialekt durch das Lahugebiet, die nördlichste landschaftdes alten Francien, sich bis nach Hessen und Thüringen hinüberzieht.in dieselbe gegend setzt ESteinmcyer die merkwürdigen Pariser Virgil-