XX VORREDE Zült ZWEITEX AUSGABE
Auch der plural der neutra auf i in u oder iu, der dem Tatianvon allen fränkischen denhnälern allein eigen ist, finsternessu -uessiu119, 12. 36,4, uuinberu giuuätiu 41,3. 91, 1, giscuohu giscuohiu13, 23. 97, 5 usw. (gramm. 1, 622, Dietrich hist. decl. s. 6, Sieverss. 25), lässt sich aus den Urkunden belegen: 131 c. 790 m. petiu d. i.bettiu cum tribus capitalibus (kopfküssen s. Ducange s. v.), 539 c. 840betliu m. pulvilli v. sedaläre (s. Lachmann zu Wallher 4, 34) in. bechini. peluis i. ltlahan i, so dass wohl kein zweifei bleibt an der Herkunftdes denkmals uns Fulda, dazu stimmen auch die nieder- oder mittel-deutschen bestandteile seiner spräche, tbic für ther, vvuo für hueo uuio(uuöllb qualis in den Frankfurter gl. 12, ivie im Tatian 52, 7. 53, 14.144, 1 vvuolth, vgl. suö Mainz, b. 3), siliuer sihuaz (gramm. 3, 41,WGrimm zu Athis s. 22) usw. gramm. 1', lv. eine arbeit, wie die über-xvi Setzung der evangelienharmonie, kann im IX jh. nur in einem der wenigenklösler, in denen eine größere litterarische lätigkeit herschte, zu ständegekommen sein, und an welchem orte wohl eher als in Fulda, wo dieerste und älteste hs. des lateinischen textes, vom Bonifaz ererbt, auf-bewahrt wurde? leidet Schnellen ausgäbe aufser andern Unbequemlich-keiten noch an dem Übelstande, dass sie diesen text der fuldischen hs.,qua forte et ipse translationis germanicae auctor usus est (Schnellers. vi), nicht zur anschauung bringt, so wird die vergleichung, die Lach-mann (praef. ad nov. lest. I, xxviu. II, xvi) schon als eis qui veteristliiutisci interpretis ingenium recte cognoscere vulent scitu necessariamin aussieht nahm, jetzt doppelt wünschenswert und geradezu unerlässlich,und die mit so vieler Sorgfalt und einsieht vorbereitete neue ausgäbe derahd. Übersetzung wird sich ihr nicht entziehen können, wenn aber dashochfränkische in Fulda und südlich in Würzburg herschte, so dürfenwir seine westgrenze im achten und nennten jh. der des späteren Herzog-tums Ostfranken und der der heuligen ostfränkischen volksmundartengleichsetzen, die beide dem zuge des römischen pfahlgrabens folgen, west-lich von Spessart und Vogelsberg treten wir dann in das gebiet des rhein-fränkischen.
Dass auch das gebiet dieser mundart im wesentlichen der ausdehnungder nachmaligen Francia rinensis gleichkam, werden wir sehen, im Südentraf die politische und die Sprachgrenze an der nordgrenze des Elsasseszusammen, in der nähe von Weij'senburg an der Lanier, dass Otfridsich nur der hier geltenden fränkischen mundart bedient hat, ergebenwiederum die Urkunden des Mosters. ich halle mich natürlich au die imneunten jh. ausgestellten, von denen einige selbst von Otfrids hand her-rühren, wie bei ihm, herscht hier ua statt uo. nur kommen einigeSchwankungen vor, selbst in der otfridischen Urkunde bei Zeufs trad.Wizenb. 165 c. 850 üödo neben Uadalräta: so auch 151 a. 840 Uoto,268. 69 a. 846 Ruodolf, 151. 56 a. 845. 55 Buozolteshüsa und schonfrüher 19 a. 808 üodo, 160 a. 816 Huodalrlh, 212 a. 818 Hcruodh-uuinus neben Uado, 69 a. 820 Uodilo Amal, Ruodi, Uodalrth nebenRuadbert; vgl. auch das bluastrom in der Speierer hs. des tauf gelob-