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1 (1892) Texte
Entstehung
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VII
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VORWORT ZUR DRITTEN AUSGARE VII

Ist demnach die behandlung, welche ich den einzelnen stücken an-gedeihen liefs, eine verschiedene, hin und wieder vielleicht von subjeclioenerwägungen beeinfiussle gewesen und hat damit das buch einen teilseiner früheren einheitlichkeit und geschlossenheit eingebüfst, so hoffe ichin anderer richtung seine brauchbarkeit erhöhl zu haben, einmal da-durch, dass ich um möglichste correctheit der tatsächlichen angaben michbemühte, ich habe zu dem ende sämtliche in betracht kommende hss.der Münchner Staats- und der Würzburger Universitätsbibliothek, fernerdie Nürnberger predigtbruchstücke LXXXVI C und den Wiesbadner codexdes Arnsteiner Marienleiches XXXVHI neu verglichen, während ich fürdie nm. IV, 4. 5 A. 7. VI collationen verwerten konnte, welche in densiebenziger jähren von mir angefertigt waren, das Grazer manuscriptder Mariensequenz aus SLambrecht XLI verglich Schönbach, die ergeb-nisse seiner collation der Vorauer sammelhs. teilte Roediger mit, überzweifelhafte stellen in Wiener Codices gab Seemüller bereitwilligst aus-halft, weitere hilfsmittel, welche benutzt werden konnten, verzeichnenihres orles die anmerkungen oder die Varianten, ohne jedes ergebnisblieb die einsieht kaum in eine dieser hss., mehrfach wurden nicht un-wichtige resullate erzielt: ich brauche nur auf die geslalt, in welchernunmehr nr. LXXXV1 A auftritt, oder auf nr. XLV1 zu verweisen, aberauch sonst habe ich durchweg die geschichte der Überlieferung nachge-prüft und ältere drucke wie neuere collationen sorgfältig zu rate ge-zogen, darum weichen jetzt die angaben des apparates und die geslaltder texte öfters nicht unwesentlich von den früheren ab. die meistencitate der anmerkungen endlich unterwarf ich einer revision und konntein folge dessen manche berichtigen: bei allen vermochte ich das nichtzu tun, weil unterschiedliche bücher mir unerreichbar waren.

Andererseits suchte ich die benutzbarkeit des Werkes zu erleichtern,vor allem dadurch, dass ich wie schon Scherer in aussieht genommenhatte die Varianten unter ihre texte verwies; war ein denkmal inmehreren Codices überliefert, so habe ich, um dem benutzer das nach-schlagen der anmerkungen zu ersparen, jeder sigle bei ihrem ersten auf-treten den namen derjenigen bibliolhek hinzugefügt, in welcher die hs.aufbewahrt wird, sodann verteilte ich, damit man texte und anmer-kungen leichter neben einander hallen könne, das ganze auf zwei bände,wählte für den druck des zweiten eine gröfsere, minder augenanstrengendeschriftgattung und führte columnenüberschriften ein. die ehedem sehrungleich gehandhabte Orthographie regelte ich dem überwiegenden braucheentsprechend: für ein par auf den ersten bogen stehen gebliebene in-consequenzen der Schreibung bitte ich um nachsieht, endlich habe ichhäufiger und gleichmäfsiger interpungiert als Müllenhoff und Scherer:teils hoffte ich auf diesem wege ein rascheres Verständnis zu ermöglichen,teils widerstrebte meinem gefühle die atemlosigkeit der ScliererschenPerioden in dem grade, dass ich befürchten muste, bei eignen Zusätzennach ganz abweichenden normen zu verfahren, allen glossen fügte ichden hinweis auf meine samlung bei; ebenso versah ich solche häufigangezogene werke, welche wie Waitzs DVG., Dümmlers ostfränkisches