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1 (1892) Texte
Entstehung
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VI
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VI VORWORT ZUR DRITTEN AUSGABE

mern einzukerkern, habe ich nicht nachgeahmt, weil er einerseits sichnicht consequent durchführen liefs man denke nur an den Varianten-apparat, andererseits den umfang des buches über gebür angeschwellthaben würde, die Vervollständigung der belege für ausreichend gesicherteObservationen, die correclur kleiner versehen, der hinweis auf unbeachtetgebliebene parallelen dünkt mich aber kein so erhebliches verdienst, dassdessen ausdrückliche kennzeichnung sich verlohnt, auch besitzt wohl jedegrö'fsere öffentliche bibliolhek Deutschlands ein exemplar der ersten oderder zweiten aufläge der denkmäler: wer also im einzelfalle die jetzigefassung mit der früheren zu vergleichen wünscht, mag nachschlagen,stärkere modificationen des Wortlauts und der satzfolge fanden nur statt,wenn vermehrtes handschriftliches malerial einen anderen talbestand ge-schaffen halle, zb. bei nr. XXXI. LXXXVI. C. aber auch dann war ichbestrebt, nichts von dem sachlichen geholt der älteren darstellung ver-loren gehen zu lassen. die einzige ausnähme macht der excurs zunr. LXXX, welchen ich strich, nachdem Baechlold die einleitenden wortedieses Stückes als fälschung Goldasts erwiesen, entbehrten Scherers Ver-mutungen über die plane der Sangaller übersetzerschule jeglicher basis;doch ihnen gegenüber in gleicher weise zu verfahren, wie ich tat, so-bald ich mich in widersprach mit den ansichten der ersten herausgeberwüste, wollte mir trotz mehrfachen ausätzen nicht glücken, in denfällen nemlich, in welchen ich zu bezweifeln anlass halte, ob meine auf-fassung von MülJenhoff und Scherer würde geteilt worden sein, fernerin allen, wo es, um misversländnissen vorzubeugen, zweckdienlich schien,mein 'ich' von dem ihren deutlich zu sondern, wante ich innerhalb deranmerkungen eckige klammern an. dieser zeichen habe ich mich umso reichlicher bedient als mir daran lag, über meine beurteilung vongedichten wie nr. IIII und ähnlichen, deren texte ich ohne beeinlräch-tigung des gesamlcharacters des Werkes gar nicht oder nur leise veränderndurfte während ich solche freier behandelte, bei welchen principieliedifferenzen nicht vorlagen, keine Unklarheit aufkommen zu lassen,überhaupt nahm ich den Standpunkt eines sorgsam nachprüfenden, un-befangenen recenscnlen ein. freilich kann ich nicht dafür bürgen, dassich überall da einwände erhob oder Zusätze anbrachte, wo sie erforder-lich gewesen wären; manche? wird an stellen anslofsen, welche ich un-beanstandet passieren liefs. hingegen habe ich weder an Scherers musi-kalische excurse gerührt, da mir jedes Verständnis für musik mangelt,noch an Müllenhoffs vorrede, ihrer zeit war sie eine epochemachendeleistung, heute wohnt ihr rein historisches interesse inne: wer die fragen,welche sie aufwirft, modernen ansprüchen gemäfs behandeln wollte, müsteein eigenes buch schreiben, ich habe mich vielmehr begnügt, die wenigen,Müllenhoffs handexemplare beigeschriebenen nachtrage bis auf einen er-weislich irrigen s. ix. xxxn. xxxv in eckigen klammem einzufügen, s. xueine der Fuldaer beichte geltende falsche angäbe zu tilgen und s. xxxivein hinfällig gewordenes citat zu streichen, hier wie sonst gieng ichvon der zweiten aufläge aus: alle beziehungen auf die erste sind ent-fernt worden.