Specielle Krankenversorgung. (Bei der Marine, für Arbeiter der Staats-Werften.) 441
10,0 m zu 8,5 m, daher pro Bett 10,6 qm), 2 Krankenzimmer zu je
1 Bett, sowie ein Raum zum Aufenthalt des Wärters resp. der Wärterin.In der Mitte liegt ein geräumiger Flur und neben demselben Badestubeund Oloset. An den Enden befinden sich Ausgänge nach dem Garten.Der Fussboden des Pavillons liegt auf 5,45 W. P., daher 0,85 m überTerrain, die lichte Höhe der Räume beträgt 3,80 m. Auch dies Ge-bäude ist völlig unterkellert.
c) Die beiden Kranken blocks. Jeder Krankenblock soll20 Betten aufnehmen und zwar je 4 in den 4 grösseren Krankenzimmernund 4 Betten in den 4 Einzelzimmern. Ferner sind in jedem Block
2 Vorräume, 1 Corridor, 2 Badezimmer, 2 Wärterzimmer und 4 Cioset-räume vorhanden. Die unter den Flügelbauten liegenden Kellerräumedienen zur Aufnahme der Centralheizung, von Brennmaterialien, Geräthenund Inventarien.
Die Krankenblocks stehen in der Mitte zwischen dem Hauptgebäudeund dem Isolirpavillon und parallel zu beiden. Der Corridor liegt aufder Nordseite, die Krankenzimmer auf der Südseite und die Abortesowie die Vorräume an den Eingängen östlich und westlich.
Mit dem Hauptgebäude sind die Krankenblocks durch eine offeneWandelhalle, deren Dach auf Pfeilern ruht, verbunden. Im Uebrigenstimmt die Bauart mit der des Hauptgebäudes überein.
d) Allgemeines. Die Gebäude sind mit Wasserleitung im Anschlussan die fiscalische Wasserversorgung Wilhelmshavens versehen. Die Hähnezur Wasserentnahme nebst Ausgussbecken befinden sich in den Corridorenund nicht in den Krankenräumen, da die Becken in letzteren zu sehr derVerunreinigung ausgesetzt sein würden. Die Beleuchtung der Gebäude erfolgtdurch Gas. Die Wasch- und Baderäume sind mit je zwei Waschbecken,sowie je einer Badewanne ausgestattet, für welche das Wasser in jeeinem im betreffenden Zimmer selbst befindlichen eisernen Badeofen er-wärmt wird. Im Isolirpavillon sowie in den beiden Krankenblocks istfür jede Abtheilung eine Badezelle mit je einer Wanne vorhanden.
Die Heizung des Hauptgebäudes.und des Isolirpavillons erfolgt durchEinzelöfen und zwar befinden sich in den Kranken- und grösseren Wohn-zimmern Kachelöfen, welche vom Flur aus geheizt werden. In denKrankensälen auf den Flügeln des Hauptgebäudes und im Isolirpavillonbefinden sich Ventilations- und Circulationsöfen nach Art des Ofens vonGrossius & Schneider (vergl. Deutsches Bauhandbuch Band 1, 1. HälfteS. 431), welche in der Mittelachse der betreffenden Räume aufgestellt sind.
Die Lüftung erfolgt für die Winterzeit durch Ansaugung, indemneben den Rauchröhren für die Ocfen Lüftungsrohre vorhanden sind,welche über Dach münden.
Eine besondere Luftzuleitung von aussen her ist nur für dieKrankensäle, welche mit Ventilations- und Circulationsöfen versehensind, vorhanden. Für die kleineren Zimmer wird die Luft mittelstZutritts durch Fenster und Thüren erneuert.
Die Sommerlüftung wird durch Oeffnen der Fenster und Thüren