400 Nocht,
anstellen könnte. Von wichtigeren Erkrankungen kamen auf den imHamburger Hafen verkehrenden Schiffen vor:
Während der Reise:
1896 1897 1898
Cholera .... 1 2 (2)
Gelbfieber .... 48 (26) 6 (5) 2 (2)
Pocken ..... 3 1 —
Diphtherie .... 1 1 1
Abdominaltyphus . 10 (3) 3 (2) 7 (1)
Dysenterie .... 33 (5) 23 (4) 12 (1)
Schwindsucht ... 9 (3) 20 (2) 11 (3)
Malaria ..... 961 (12) 807 (20) 684 (3)
Skorbut ..... 17 (5) 20 (7) 12 (4)
Hitzschlag .... 83 (9) 54 (10) 27 (7)
Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Todesfälle.
Im Hamburger Hafen:
1896 1897 1898
Pocken ...... 2 2
Diphtherie ..... 1 1
Malaria ...... 169 184 233
Abdominaltyphus . . 37 24 23
Dysenterie 1 ..... 14 14 7
Schwindsucht ... 50 47 42
Skorbut ...... 2 1 2
Beri-Beri ..... 11 9 13
Milzbrand ..... 1 —
Die Sterblichkeit der Seeleute der Handelsmarine ist, auch wennman die tödtlichen Unfälle ausser Acht lässt und nur die Todesfälledurch Krankheiten berücksichtigt, nach meinen Ermittelungen sicheretwas höher als die der gleichalterigen männlichen Bevölkerung auf demLande. Die Gesammtsterblichkeit der Seeleute der Handelsmarine(tödtliche Unfälle eingerechnet) betrug nach statistischen Ermittelungenim Reichsamt des Innern in den Jahren 1877 — 1887 21,8 pM., in derEnglischen Handelsmarine für den gleichen Zeitraum 19,8, für die Jahre1877—1894 17,4 pM. Im Hamburger Hafen betrug die Sterblichkeitauf den Schiffen 1894 17,4 pM., 1895 10,3 pM., 1896 14,1 pM., 189714,6 pM. Die niedrigere Sterblichkeitsziffer während des Aufenthaltesim Hafen wird dadurch bedingt, dass während dieser Zeit tödtliche Un-fälle viel seltener sind, als auf der See. Dagegen erhöht sich unterUmständen für die Zeit im Hafen die Sterblichkeit an Krankheiten. DieVerluste durch Unfälle allein sind nach Feststellungen im Reichamt desInnern, die mit denen der Seeberufsgenossenschaft übereinstimmen, aufca. 10 pM. (6,2 pM. auf Dampfschiffen, 17,6 auf Segelschiffen in denJahren 1888—1897) zu schätzen. Die Sterblichkeit an Krankheiten