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zur Längsaxe des Bootes, mit dem Kopf abwechselnd nach der Steuerbord-und Backbordseite niedergelegt werden, damit die Belastung des Bootesgleichmässig bleibt. Die leichter Verwundeten werden in dem vorderstenund hintersten Theil des Schiffes untergebracht. Zum Einladen der Ver-wundeten in das Boot gehören acht Mann. Vier Mann übernehmen vonden bisherigen Trägern die mit dem Verwundeten beladene Trage undbringen sie auf ihren Schultern, durch die Brandung watend, an dasBoot. Dort wird die Trage von vier Mann an Bord in Empfang ge-nommen und niedergestellt. Nur wo feste Landungsbrücken vorhandensind, lässt sich mit weniger Personal ein sicherer Transport bewerk-stelligen. An Küsten, an denen schwere Brandung steht, kann das Ein-laden der Verwundeten erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Aus dem Boot auf das Schiff werden die Verwundeten auf derTrage liegend übergenommen. Hierzu bedient man sich einer ähnlichenCombination von Stricken, die an ihren Enden mit Schleifen versehensind, wie für den Transportstuhi an Bord (Heisstropp).
Während der ganzen Expedition wird das Sanitätspersonal und Ma-terial ganz unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Schiffenverwendet. Erst nach der Beendigung des Verwundetentransportes trennensich die Sanitätsmannschaften nach ihren Schiffen und kehren mit ihremMaterial in ihren Booten an Bord zurück.
Die vorstehend gegebene Beschreibung passt nur für kurze Actionen,die sich in nicht zu grosser Entfernung vom Landungsplatz abspielen.Bei Unternehmungen im grösseren Maassstabe und von längerer Dauer,die weiter ins Innere des feindlichen Landes hineinführen, muss unterBeibehaltung der Grundzüge der Organisation das Sanitätspersonal undMaterial erheblich vermehrt und vervollständigt werden. Solche Expe-ditionen werden in der Regel auch in militärischer Hinsicht besondersausgerüstet und sorgfältig vorbereitet. Für den Kranken- und Ver-wundetendienst kommt dabei die Bildung eines selbstständigen Sanitäts-detachements in Frage, das die Expeditionstruppe von der Sorge für dieVerwundeten und Kranken ganz befreit, sich durch Gespanne, Wagenund andere Transportmittel, eingeborene Träger und sonstige Hülfsmann-schaften vervollständigt, vorläufige Lazarethe im Rücken der kämpfendenTruppe errichtet u. s. w. Dabei kommt es so sehr auf die an Landzu erwartenden, klimatischen und culturellen Verhältnisse im einzelnenan, dass eine eingehende Beschreibung der etwa nöthigen Mehrausrüstunghier nicht gegeben werden kann. Für provisorische Lazarethe scheintsich die Döcker'sche transportable Baracke auch in den Tropen zu be-währen. Nur ist sie nicht sehr lange haltbar. Im übrigen kommenBambushäuser, Zelte, aber ja nicht Wellblechbaracken, die in denTropen unerträglich heiss werden, in Betracht. Von den Transport-mitteln der Eingeborenen (Sänften, Wagen, Lastthieren u. dergl.), diemeist für die localen Verhältnisse sehr practisch sind, sollte manso viel wie möglich Gebrauch machen; zu Hause am grünen Tisch aus-gesonnene Modelle bewähren sich in der Regel nicht. Die Franzosen