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derten Organisation des Sanitätsdienstes sind übrigens an etatsrnässigenKrankenträgern, die in den Gefechtspausen zunächst alle Mann mit Handanlegen müssen, nach wie vor nicht mehr wie 10—12 Mann auch aufden grössten Schiffen nöthig. Sie müssen aber für jedes Schiff beson-ders eingeübt werden, da es vor allem darauf ankommt, dass sie dieverwickelten, für den Verwundetentransport benutzbaren Wege und dieLagerungsplätze genau kennen. Daneben muss die ganze Mannschaftin den einfachsten Handgriffen für den Verwundetentransport ausgebildetwerden.
An die Auswahl und Offenhaltung der Wege für den Verwundeten-transport muss schon während des Baues der Schiffe gedacht werden.Nachher ist es oft zu spät. Man muss von Anfang an darauf Rück-sicht nehmen, dass die wichtigsten Transportwege unter allen Umständenfrei bleiben, nicht durch den Gefechtsdienst beansprucht werden unddass unter der Wasserlinie ein geschützter, gut zu lüftender und hell be-leuchteter Operationsraum benutzbar bleibt, in dem ein Operationstischso aufgestellt werden kann, dass sich Aerzte und Ilülfspersonal bei denOperationen frei bewegen können. Daneben muss Raum für Verband-material und Nebenbedürfnisse vorhanden sein. Der Verbandplatz mussu. A. auch mit einer Süsswasserleitung versehen sein. Man wird auf unsernmodernen Neubauten dafür keinen so grossen Raum beanspruchen können,dass alle Verwundeten dort verbunden und gelagert werden können.Der Raum braucht nur so gross zu sein, dass dort die grösseren un-aufschiebbaren Operationen vollzogen und die Operirten bequem gelagertwerden können. Man ist jetzt bei uns dazu übergegangen, für dieSicherstellung des Verwundetentransportes und die Wahl des Verband-platzes an Bord dadurch zu sorgen, dass die Pläne und der Bau selbstdurch einen höheren Marinearzt vor der Fertigstellung des Schiffes inBezug auf diese Verhältnisse controlirt werden.
Auch die bisherigen Transportmittel sind für die meisten modernenKriegsschiffe nicht mehr brauchbar. Für den grossen bequemen, Deut-schen Transportstuhl sind die benutzbaren Wege oft zu eng und com-plicirt. Auch fehlt es für den Verticaltransport an Befestigungspunkten,um den Stuhl auf- und niederziehen zu können. Man braucht deshalbneben dem Stuhl Transportmittel, die man unter Umständen auch gleitenlassen oder längs Deck schleifen kann und in denen der Verwundetedurch enge Luken passiren kann. Diese Transportmittel dürften übrigensnur für den secundären Transport von Verwundeten, nämlich von denprovisorischen Lagerplätzen nach den unteren Schiffsräumen resp. nacheinem anderen Schiff in Betracht kommen, während der erste Transportvon der Gefechtsstelle hinweg, wie schon erwähnt, meist mit den Händenallein wird ausgeführt werden müssen. Hier gilt es vor allem, die Ver-wundeten in möglichst beschleunigtem Tempo aus dem Wege zu schaffenund dazu dauert der Transport mit besonderen Stühlen und anderenApparaten zu lange, da die Verwundeten erst ein- und ausgeladen wer-den müssen; nur in Ausnahmefällen wird man daher diese Transport-