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und Kniegelenken. Wenn der Stuhl frei aufgehängt schwebt, so befindetsieh das Gesäss der Verwundeten etwas tiefer als die Knie. Der Ver-wundete kann also nicht aus dem Transportstuhl hinausrutschen, wirdausserdem aber noch durch einen Brustgürtel festgehalten. Der Stuhlist an vier Stricken aufgehängt, die sich oben in einem Ringe vereinigen.Durch diesen Ring (Auge) wird eine Jolle (Tau) gezogen, das über einefeste Rolle geht. So wird der Stuhl auf- und niederbewegt. Vor Seiten-schwankungen, Anstossen an die Lukenwände schützen Führungsleinen,die an den Seiten des Stuhles angebracht sind und von unten postirtenLeuten straff gehalten werden müssen, damit sich der Stuhl nicht drehtund nicht pendelt. Auch kann der Stuhl mittelst dieser FührungsleinenHindernissen, die in die Führungsbahn hineinragen, frei gesetzt und nachunten wenn nöthig auch in einer geneigten Achse hinabgelassen werden.Auf diese Weise werden die Verwundeten auch aus den Marsen (denMastkörben der Laiensprache) heruntergeholt. Zum Horizontaltransportdienen Tragestangen, die durch an dem Stuhl seitlich angebrachteSchleifen hindurchgesteckt werden. Dabei sind nur zwei Krankenträgernöthig, zum Verticaltransport braucht man deren vier. Zwei Mann ziehenden Stuhl auf und nieder („heissen" und „fieren"); die beiden anderndirigiren den Stuhl durch die Führungsleinen oder indem sie den Stuhlunmittelbar mit den Händen von den Hindernissen in der Fahrtrichtung ab-stossen. - In den Stuhl hinein wird der Verwundete nach denselben Regelnund Commandos, wie in der Armee, auf die Krankentrage gelagert;eine Umlagerung war auf den alten Schiffen bis zur Ankunft des Ver-wundeten auf dem Verbandplatz nicht nöthig. Die Luken waren überallgross genug, um den Stuhl bequem hindurchzulassen. Aufhängepunktefür das Jolltau fanden sich auf den älteren Schiffen, die sämmtlich mitSegeltakelage versehen waren, überall. Auch auf grossen Fregattenbrauchten nur wenige (3—4) Transportstationen eingerichtet zu werdenund die an jeder Station postirten Krankenträger (je vier an Zahl) ge-nügten, um auch eine grössere Anzahl von Verwundeten nach und nachheranzuholen und durch die Transportluke hinabzulassen, weil auf plötz-liche Massenkatastrophen, wie die Verwundung einer grossen Menschen-menge durch einen einzigen Schuss, nur selten zu rechnen war und derTransport von Kranken in der Regel während des ganzen Gefechtesohne Pausen ausgeführt werden konnte. Die Transportwege waren meistfrei und dienten nur gelegentlich nebenher zum Munitionstransport oderwurden durch die auf das Oberdeck hinaufeilenden Scharfschützen vor-übergehend in Anspruch genommen.
Der in einem der untersten Schiffsräume belegene Verbandplatzwar auf den älteren Schiffen zwar meist dunkel und niedrig, bot aberin der Regel genügend Platz, um die Verwundeten zu verbinden, unauf-schiebbare Operationen vorzunehmen und die Verwundeten auf Matratzeu,die an Deck ausgebreitet waren, in verhältnissmässiger Ruhe und Sicher-heit zu lagern. Vor allem stand der einmal als Verbandplatz erwählteRaum den Aerzten und ihren Helfern während des ganzen Gefechtes