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Nocht,
Die häufigste Todesursache war die Tuberculose mit 21 Fällen(0,5 pM.). Darauf folgen Lungen- und Brustfellentzündungen mit 16 Fällen(0,4 pM.), Darmtyphus mit 8 Fällen (0,2 pM.), Herzleiden mit 6 Fällen
u. s. w.
Die Sterblichkeit betrug:
bei der Englischen
Marine
1895: 6,6 pM.
1896: 5,28 „
bei derOestorreichisclienMarine1895: 5,09 pM.1896: 9,30 ,,
bei der Italienischen
Marine
1895: 3,95 pM.
1896: 9,82 „
bei der Amerikanischen
Marine
1895: 6,82 pM.
1896: 5,49 „
bei der Japanischen
Marine
1795: 14,84 pM.
Die hohe Sterblichkeit bei ber Oesterreichischen Marine im Jahre 1896ist auf eineTyphuscpidcmie in Pola, die der Italienischen Marine 1896auf einen Gelbfieberausbruch an Bord der „Lombardia" in Rio deJaneiro und diejenige der Japanischen Marine 1895 auf Verwundungenim Kriege mit China sowie auf Ruhr- und Choleraepidemien in PortArthur und Formosa zurückzuführen.
Die Sterblichkeit in der Deutschen Marine ist mithin im Vergleichzu derjenigen in den anderen'Marinen eine recht niedrige gewesen.
Das ärztliche Personal der Deutschen Marine bestand 1898 aus72 oberen Marineärzten und 60 Hülfsärzten, 1899 aus 81 oberen Marine-ärzten und 67 Hülfsärzten und wird in den nächsten Jahren entsprechendder in Aussicht genommenen Vergrösserung unserer Marine noch weiterzunehmen. Das niedere Sanitätspersonal zählte 1898 194 Köpfe. Inden Lazarethen und Truppenformationen der Marine auf dem Lande(„Marinetheilen") entspricht die Zahl der Aerzte und des niederenSanitätpersonales den Verhältnissen in unserer Armee. Für die Be-satzung der Kriegsschiffe selbst mit Aerzten und niederem Sanitäts-personal kommt die Kopfzahl der Mannschaften an und für sich erst inzweiter Linie in Betracht. Die Zahl der eingeschifften Mannschaftenist je nach der Grösse und Aufgabe der Schiffe sehr verschieden,und der Gesammtbedarf an Sanitätspersonal für die Flotte richtet sichnicht nach der Kopfstärke der Flotte insgesammt, sondern nach der Zahlder einzelnen Schiffe. Mit den für die Landarmeen geltenden Durch-schnittszahlen lassen sich in dieser Beziehung keine Vergleiche anstellen.Die Kopfstärke der zusammengehörenden und einem Truppenarzt unter-stellten Formationen ist durchschnittlich viel grösser als die durchschnitt-liche ßesatzungsstärke eines Kriegsschiffes. Ausser den Torpedobooten,einigen ganz kleinen Küstenkanonenbooten und vorübergehend in Dienstgestellten kleineren Fahrzeugen giebt es bei uns, wie auch in den mo-dernen anderen Marinen kein Kriegsschiff, das nicht einen oder mehrereAerzte an Bord hätte. Die Fahrzeuge ohne Arzt, wie Torpedoboote,